Splinter Cell: Conviction
// Entertainment / Konsole

Splinter Cell: Conviction

Genre
Stealth-Action
Plattform
Xbox 360, PC
Publisher
Ubisoft

Bewertung

Michael Möbius, Jul 2010

4 / 5 Sternen

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Splinter Cell: Conviction
Splinter Cell: Conviction
Splinter Cell: Conviction

Mit „Splinter Cell: Conviction“ ist der mittlerweile fünfte Ableger der preisgekrönten „Splinter Cell“-Reihe beim Händler eures Vertrauens angekommen. Mit diesem Spiel will Ubisoft neue Maßstäbe im Sam Fisher-Universum schaffen und dies gelingt, wenn auch nur mit mäßigem Erfolg. Eines wird mir aber jeder bestätigen, der die „Splinter Cell“-Reihe kennt und nun auch „Conviction“ für sich entdeckt: „Der Sam Fisher, den wir kannten, ist tot!“

Kurz zur Story: Nach jahrelanger Pause ist Top-Spion Sam Fisher wieder da, aber nichts ist mehr wie vorher. Seit Sams Tochter ermordet wurde, arbeitet der kauzige Geheimagent nicht mehr für Third Echolon, sondern ermittelt auf eigene Faust, um Sarahs Mörder zu finden. So wird er zum Staatsfeind Nr. 1 und fortan von der Regierung gejagt, der er einst gedient hatte. Als Privatmann muss Fisher nun leider auch auf den Großteil seiner Hightech-Ausrüstung verzichten, die ihn in den zurückliegenden Teilen so oft vorm Tod rettete. Aber auch von der moralischen Seite her haben wir es mit einem neuen Sam zu tun, der mehr an den aggressiven Jack Bauer aus „24“ erinnert, als an den korrekten Soldaten, der lautlos seine Ziele verfolgt. „Splinter Cell: Conviction“ vermischt Stealth-Action und 3rd-Person-Shooter, denn Fisher schreckt vor nichts mehr zurück, um seinen Rachefeldzug fortzusetzen, auch nicht davor entdeckt zu werden. Mit auskunftsunwilligen Personen wird nicht mehr lange gefackelt, sie küssen schon mal den zersplitternden Wandspiegel oder fliegen quer über ihren Schreibtisch. Solche Prozedere werden im Spiel zwar ansehnlich umgesetzt, haben aber den faden Beigeschmack, dass man der „Splinter Cell“-Reihe genau das wegnimmt, was sie so berühmt gemacht hat: Das Schleichen, das Warten im dunklen Versteck oder das hinterrücks Beseitigen der Gegner – eben die berühmte Stealth-Action. Ein zugehöriger Koop-Modus, der online oder per Splitscreen bewältigt werden kann, erzählt die Vorgeschichte zu „Splinter Cell: Conviction“.

Das deutlich actionbetontere „Splinter Cell: Conviction“ wird sicher einige alteingesessene Sam Fisher-Fans verärgern, andererseits öffnet es wohl auch die Tür für Zocker, denen die Serie bisher zu taktisch geprägt war. Und ganz geht ja das behutsame Vorgehen auch nicht verloren: Wer in Rambo-Manier auf seine Gegner zu rennt, wird auch bei „Splinter Cell: Conviction“ den Kürzeren ziehen, egal in welchem Schwierigkeitsgrad. Insgesamt punktet auch dieser Teil wieder mit seiner Story, die einem guten Polit-Thriller in nichts nachstehen würde, wenn da nicht die teils schwachen Dialoge und das Fehlen von Emotionen wären. Weiterhin wissen die guten Animationen, das spannende und schnelle Stellungsspiel und die abwechslungsreichen Missionen zu gefallen. Dass die Missionsziele auf Wände in der Spielumgebung projiziert werden und somit nahtlos ins Spielgeschehen eingebunden sind, empfindet der eine sicher als störend, für mich wirkt das eher positiv-innovativ. Abzüge gibt es dagegen für die Automatismen im Nahkampf, die oft schwache Gegner-KI und die Frustration, wenn man zwischen den zu weit entfernten Checkpointen stirbt und von vorn anfangen muss. (Text: Michael Möbius)

related link: www.ubi.com/DE/Games/Info.aspx?pId=5657

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